Das Statistische Bundesamt führt jährlich in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) eine freiwillige Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Unternehmen durch. Für das Erhebungsjahr 2025 liegen nun auch Ergebnisse für das Land Bremen (xlsx, 15.7 KB) vor.
Methodische Änderungen - erfasst werden nur noch Unternehmen mit 10 und mehr tätigen Personen - führen dazu, dass die Ergebnisse nur bedingt mit den Vorjahren vergleichbar sind. Zudem liegen aufgrund der Freiwilligkeit der Befragung und der kleinen Stichprobe nicht alle Ergebnisse in ausreichender Validität für das Land Bremen vor.
Im Land Bremen verfügen 95 Prozent der Unternehmen über eine ortsfeste Internetverbindung (Kabel, Glasfaser), drei Viertel dieser Unternehmen können schnelle Verbindungen mit 100 Mbit/s und mehr nutzen.
Eine eigene Webseite betreiben 88 Prozent der Unternehmen, auf Social Media sind 60 Prozent der Unternehmen mit Internetzugang aktiv.
Etwa 16 Prozent aller Unternehmen betreiben E-Commerce, d. h. sie verkaufen Waren oder Dienstleistungen über die eigene Webseite oder App oder über andere online Marktplätze wie booking, eBay oder Amazon. Der Handel erfolgt sowohl mit Privatkunden als auch mit anderen Unternehmen oder der öffentlichen Verwaltung.
Rund 58 Prozent der Bremer Unternehmen bezieht kostenpflichtige IT-Dienste über Cloud Computing über das Internet. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber 2021 und 2023.
Unter Cloud Computing fällt zum Beispiel der Internet-basierte Zugriff auf Software, Rechenkapazität oder Speicherplatz. Cloud Services werden dabei eingesetzt, um Abläufe zu optimieren und flexibel auf aktuelle Anforderungen reagieren zu können.
Technologie der künstlichen Intelligenz nutzen 25 Prozent aller Unternehmen.
Mit den europäischen Studien zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien erfassen die statistischen Ämter der EU-Mitgliedstaaten europaweit kohärente und konsistente Informationen über die Verbreitung von IKT, unterschiedliche Nutzungsaspekte von Computern und Internet sowie über den Umfang und die Schwerpunkte des ECommerce. Da diese IKT-Studien zusätzlich auch bei privaten Haushalten und Personen durchgeführt werden, wird gleichzeitig für die Unternehmens- und Haushalts- bzw. Personenseite ein abgeschlossenes statistisches Bild zur aktuellen Nutzung moderner IKT erstellt. Einen Schwerpunkt der Erhebung stellt der Zugang zum und die Nutzung des Internets dar. Im Mittelpunkt stehen darüber hinaus Fragen zum E-Commerce. Neben einiger Kernindikatoren, die jährlich erhoben werden, ist ein Teil des Fragebogens von Jahr zu Jahr variabel. Sondermodule wie Datennutzung und -analyse, Cloud Computing, künstliche Intelligenz sowie IT und die Umwelt greifen aktuelle Themen und Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologien auf.
In Deutschland umfasst bei dieser Erhebung aufgrund der gesetzlichen Vorgaben die Nettostichprobe 20 000 Erhebungseinheiten (§ 2 InfoGesStatG). Das entspricht einem Auswahlsatz von rund 6 Prozent. Um diese Zahl von Antworten zu erhalten, wurden im Jahr 2025 ca. 98.800 Erhebungseinheiten (Bruttostichprobe) angeschrieben. Der Fragebogen ist modular aufgebaut, sodass nur Kernindikatoren wie Internetnutzung sowie Verkäufe über das Internet jährlich als fester Bestandteil im Merkmalskatalog enthalten sind.
Die Befragung wird seit 2022 durch das Statistische Bundesamt als jährliche freiwillige Befragung bei Unternehmen durchgeführt. Bis 2024 waren rechtliche Einheiten Erhebungs- und Darstellungseinheit. Seit 2025 sind die Darstellungseinheiten Unternehmen gemäß der EU Einheitenverordnung. Zudem werden Unternehmen mit weniger als 10 tätigen Personen nicht mehr in die Erhebung einbezogen. Die Werte ab 2025 sind also nur bedingt mit den Vorjahren vergleichbar. Aufgrund der Freiwilligkeit und der kleinen Stichprobengröße liegen Ergebnisse in ausreichender Validität für Bundesländer nur für einige der befragten Merkmale vor.
Umfassende methodische Informationen können dem Qualitätsbericht entnommen werden. Ergebnisse für Deutschland werden beim Statistischen Bundesamt veröffentlicht