Die Mindestsicherungsquote entspricht dem Anteil an Personen in der Bevölkerung, die Leistungen aus den sozialen Mindestsicherungssystemen erhalten. Bundesweit lag sie im Jahr 2024 bei 8,7 Prozent, im Land Bremen bei 17,1 Prozent. Das ist im Ländervergleich der höchste Wert, die anderen Stadtstaaten Berlin (15,9 Prozent) und Hamburg (13,6 Prozent) erreichen ebenfalls hohe Quoten.
In der Stadt Bremen (16,4 Prozent) ist die Mindestsicherungsquote etwas niedriger als in Bremerhaven (19,9 Prozent). Der Nachbarschaftsvergleich zeigt, dass lediglich in der angrenzenden kreisfreien Stadt Delmenhorst eine Quote von über 10 Prozent vorliegt. In den anderen angrenzenden Kreisen Wesermarsch, Diepholz, Verden und Osterholz liegen sie mit einer Ausnahme unter dem Bundesdurchschnitt.
Der Regionalatlas Deutschland ist ein gemeinsames Datenangebot der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Durch die neue Funktion „Regionsradar“ werden diese Nachbarschaftsvergleiche zu einer ausgewählten Region jetzt schnell und einfach auf den verschiedenen regionalen Ebenen möglich. Die neue Funktion öffnet sich durch Klick auf das „Tacho“-Item unten in der rechten Leiste. Für die ausgewählte Region werden drei Auswertungen angezeigt: 1. Nachbarschaftsvergleich, 2. Deutschlandvergleich, 3. Platzierung (deutschlandweit).
Deutschlandweit zeigt sich, dass die Mindestsicherungsquote in städtischen Regionen häufig höher ist als in den umgebenden, eher ländlichen Regionen, aber nur wenige Städte haben höhere Quoten als Bremen und Bremerhaven. Im Vergleich der kreisfreien Städte und Landkreise hat nur Gelsenkirchen mit 21,7 Prozent einen höheren Wert als Bremerhaven.
Grundsätzlich zeigt die Karte im Regionalatlas ein Nord-Süd-Gefälle der Mindestsicherungsquote. Unter den Regionen mit den niedrigsten Mindestsicherungsquoten liegen insbesondere ländlichere Kreise im Süden Deutschlands.
Zusätzlich zum Regionsradar wurden auch neue Veränderungsraten, z. B. für die Mindestsicherungsquote, im Regionalatlas eingeführt. Diese erleichtern den Datenvergleich mit den Vorjahren. Das Angebot im Regionalatlas wird stetig ausgebaut.
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