Zum Jahresende 2024 befanden sich im Land Bremen rund 13.200 Personen in einer dualen Berufsausbildung. Die Zahl der Auszubildenden insgesamt ist damit seit 2022 stabil.
Knapp 1.900 Auszubildende haben eine ausländische Staatsangehörigkeit – dies entspricht einem Anteil von 14 Prozent an allen Auszubildenden und einem Zuwachs von etwa 150 Auszubildenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Vergleich zum Vorjahr.
Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge ist in 2024 leicht gesunken. Insgesamt liegen rund 5.100 Neuverträge vor, etwa 100 Verträge weniger als im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang um 1,7 Prozent.
Gut 800 der Neuverträge wurden mit Auszubildenden mit ausländischer Staatsbürgerschaft abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von rund 130 Verträgen bzw. 19 Prozent.
An den knapp 1.900 Auszubildenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit haben Auszubildende mit syrischer Staatsangehörigkeit den größten Anteil (420 Personen bzw. 22 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Afghanistan (knapp 7 Prozent), Türkei (6 Prozent), Polen (5 Prozent) und Bulgarien (4 Prozent). Die weiteren Staatsangehörigkeiten – Ukraine, Albanien, Irak, Iran und Marokko –machen jeweils 3 bis 4 Prozent der Auszubildenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit aus.
Insgesamt sind im Land Bremen Auszubildende mit etwa 80 Staatsangehörigkeiten vertreten.
Der Ausbildungsberuf Fachinformatiker/in (777 Auszubildende) und der Beruf Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement (741 Auszubildende) sind 2024 die häufigsten Ausbildungsberufe im Land Bremen, gefolgt vom Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker/in (621 Auszubildende).
Frauen befanden sich im Jahr 2024 am häufigsten in einer Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement (510), dicht gefolgt von der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten (501) und zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (381). Diese drei am stärksten von Frauen besetzten Ausbildungsberufe sind unverändert zum Vorjahr.
Bei den Männern ist 2024 weiterhin auf Rang 1 der Ausbildungsberufe der Beruf des Fachinformatikers (696), gefolgt von der Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker (591). Neu auf Rang 3 ist der Ausbildungsberuf des Elektronikers (357), der im Vorjahr auf Rang 4 lag. Abgefallen ist der Ausbildungsberuf Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung, der in 2023 auf Rang 3 lag und in 2024 auf Rang 5 abgefallen ist.
Im Jahr 2024 wurden 4.200 Auszubildende zur Abschlussprüfung angemeldet, rund 3.600 haben sie erfolgreich bestanden. Dies entspricht einer Quote von 87 Prozent. Die Quote der bestandenen Prüfungen liegt mit 90 Prozent bei den Frauen etwas höher als bei den Männern mit 85 Prozent.
Der größte Teil der insgesamt 13.200 Auszubildenden im Land Bremen erlernt seinen Beruf im Bereich Industrie und Handel, insgesamt 64 Prozent. Darauf folgt das Handwerk mit 21 Prozent, die freien Berufe mit 9 Prozent, der öffentliche Dienst mit 4 Prozent, die Landwirtschaft mit 1,3 Prozent und der Bereich Hauswirtschaft mit 0,6 Prozent.
Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt befinden sich im Land Bremen mehr Auszubildende im Bereich Industrie und Handel (Land Bremen: 64 Prozent, Bund: 56 Prozent) als im Bereich Handwerk (Land Bremen: 21 Prozent, Bund: 28 Prozent).
Die Angaben basieren auf der amtlichen Datenerhebung auf Grundlage des § 88 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und beinhalten Daten zu Ausbildungsberufen nach BBiG oder der Handwerksordnung (HwO). Nicht in der Statistik erfasst sind unter anderem Berufsausbildungen an Berufsfachschulen und Schulen des Gesundheitswesens sowie Ausbildungen zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann.